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• Akute Erkrankungen

Infektionen:

Keime, die in die Haut, das Weichteilgewebe oder in die Knochen eindringen, können zu Infektionen führen.

Es handelt sich meist um Bakterien, die durch Wunden in die Tiefe dringen. Eingeschlossen finden sie hier ein gutes Nährmedium, in dem sie sich vermehren können. Gerade dann, wenn das Gewebe traumatisiert und nicht mehr so gut durchblutet ist, können die körpereigenen Abwehrstoffe nicht in genügender Menge an den Verletzungsort transportiert werden und die Keime beseitigen.

Es kommt zunächst zu einer Schwellung, einer Rötung und Erwärmung und zu zunehmenden Schmerzen, evtl. auch zu Fieber. Die Rötung kann sich zunächst flächig ausbreiten (Phlegmone), später auch eine Eiterhöhle bilden (Abszess).

Entzündungen am Nagelwall nennt man Umlauf (Paronychie). Hier sind nach einer meist kleinen Verletzung z.B. beim Nägelschneiden Keime unter die Haut gelangt und haben zu einer Eiteransammlung geführt.

Bei kleineren, beginnenden Infekten sollte der Finger in gesättigter Salzlösung gebadet werden. Offene Wunden können mit desinfizierenden Salben behandelt werden. Antibiotika werden bei tieferen und / oder ausgedehnteren Infektionen verabreicht. Abszesse müssen chirurgisch eröffnet werden. Schwieriger ist die Therapie bei Befall der Sehnenscheiden und der Knochen. Der Entzündungsherd muss freigelegt und gründlich gesäubert werden, um totes Gewebsmaterial zu entfernen.

Bei Rötung mit Schwellung und Schmerzen nach einer Verletzung oder nach einer Operation sollte so rasch wie möglich der Facharzt aufgesucht werden.


Schwere Infektion der Hand


Paronychie